The least working girl in show business
14. Juli 2010

Was wurde nicht alles geschrieben über die Sängerin und Rapperin Uffie (bürgerlich: Anna-Catherine Hartley), als sie 2006 mit der verqueren Single Pop the Glock einen internationalen Club-Hit landete. „Pop-Diva“, “Indie-Queen”, „Rap-Göre“: kein Musikmagazin, kein Audioblogger war um ein Label verlegen. Und alle lagen sie falsch. Auch jetzt, vier Jahre später, nachdem ihr längst überfälliges Solo-Album Sex, Dreams and Denim Jeans erschienen ist, bleibt Uffie schwer zu fassen. Ist sie MC? Sängerin? Diseuse? Ist das New Rave, Electro-Pop, experimentelle Clubmusik? Uffies Rap changiert zwischen Hip-Hop-Flow und monotonem Schülervortrag, ihr Gesang schwankt zwischen melodiösem Wohlklang und poppigem Gequake. Ihre Musik ist trockener Electro, aber mit Pop aufgeweicht, ihre Lyrics folgen der Selbstreferenzialität des Rap, aber sind ironisch durchbrochen. Es sei wohl an der Zeit, neue Genre-Begriffe einzuführen, lacht Uffie im Gespräch. Weiterlesen »
Genrelos, grenzenlos, grossartig
22. März 2010

Brooklyn muss ein fruchtbarer Boden sein für junge Musiker. In kaum einer anderen Stadt der Welt spriessen zurzeit die hippen Bands so zahlreich, gedeiht die alternative Musikszene so prächtig. Grizzly Bear, TV on the Radio, Vampire Weekend und MGMT bilden nur die prominente Speerspitze einer langen Reihe talentierter Gruppen, deren home base im New Yorker Stadtbezirk liegt. Zu den gefeierten Vertretern dieser Gilde zählt auch das Trio Yeasayer, das sich mit der Veröffentlichung seines zweiten Albums nach längerer Absenz soeben wieder ins Zentrum des Interesses katapultiert hat. Ich treffe die Band wenige Stunden vor ihrem ausverkauften Konzert im Zürcher Club Exil. Weiterlesen »
